Little Miss Sunshine – Vitamin D

Endlich ist er da – der Sommer und mit ihm die Sonne. Die wiederum beschert uns das gesegnete Vitamin D. In diesem Blogbeitrag möchte ich dieses wunderbare Vitamin huldigen. Natürlich sind alle Vitamine Superstars. Aber alles zu seiner Zeit. Jetzt hat erstmal Vitamin D seinen großen Auftritt. Bühne frei!

Hallo hier bin ich, das Sonnenvitamin

Vitamin D ist das einzige Vitamin, was der Körper selber herstellen kann. Vorausgesetzt es herrschen die passenden Umstände bzw. das richtige Wetter. Wir brauchen die Sonnen und noch genauer die UVB-Strahlen auf unserer nackten Haut um die Produktion voranzutreiben. Wir in unseren Breitengraden bekommen davon eher wenig ab und außerdem haben wir gelernt uns schon vor dem Sonnenbad dick und fett mit Sonnencreme einzucremen. Am besten LSF 50. Ganz nebenbei: der Körper bildet Vitamin D aus den UV-Strahlen und Cholesterin. Das haben die meisten zu genüge vorhanden.

Schau mal was ich alles kann!

Die meisten wissen, dass Vitamin D wichtig ist. Die Eltern unter euch wissen, z.B. dass ihr Nachwuchs im ersten Lebensjahr jeden Tag ein Tablettchen nehmen durfte bzw. sollte, damit die Kleinen auch starke Knochen bekommen. Vitamin D ist am Kalzium- und Physphatstoffwechsel beteiligt. Es sorgt für starke Knochen. Das ist natürlich nicht nur im Kindesalter relevant, sondern auch wenn wir schon etwas betagter sind. Stichwort Osteoporosevorbeugung. Warum sind wir meistens in den Wintermonaten krank und plagen uns mit Erkältungen rum? Richtig, unser Sonnenvitamin ist auch wichtig für ein gutes Immunsystem. Es unterstützt unser Abwehrsystem (wer es ganze genau wissen will: Die Fresszellen und die T-Lymphozyten) und offenbar kann es auch entzündliche Prozesse mindern. Es unterdrückt somit die Aktivität von Viren und Bakterien.

Wenn wir schon mal bei den Wintermonaten sind. Der Winterblues. Draußen ist es seit Wochen nur trübe und der Himmel ist wolkenverhangen. Keine Chance auch nur einen Minisonnenstrahl abzubekommen. Unsere Laune wird mit der Zeit genauso trübe und wolkig. Das liegt unter anderem daran, dass Vitamin D wichtig für die Produktion unsere Glückshormons Serotonin ist. Außerdem ist Vitamin D wichtig für gesunde Gefäße, einen gesunden Darm, ein gesundes Herz, es hat eine starke Anti-Krebs-Wirkung und auch die Produktion unserer Sexualhormone ist von unserem Vitamin-D-Spiegel abhängig. Ach und es macht eine schöne, glatte Haut. Es ist also gut für so ziemlich Alles. Umso wichtiger ist es, dass man darauf achtet in keinen Mangelzustand zu rutschen. Das erreicht man vor allem im Winter recht schnell.

Vitamin – D – Mangel

Wir wissen jetzt für was dieses tolle Vitamin eigentlich gut ist. Ergo gibt es allerlei mögliche Symptome, die bei einem möglichen Mangel auftreten können. Die folgende Liste stellt natürlich nur eine kleine Auswahl dar und nur weil man ein paar dieser Symptome hat, hat man nicht automatisch einen Vitamin-D-Mangel. Um sicher zu gehen ob man denn wirklich zu wenig Sonnenvitamin hat, braucht es einen Test. Den kann man entweder beim Onkel Doktor machen lassen oder man kauft sich ein Test-Kit, die bei ca. 30€ losgehen.

· Infektanfälligkeit

· Unruhe und Krämpfe (durch Kalziummangel)

· Rachitis bei Kindern (schiefe Zähne, Krumme Beine und krumme Wirbelsäule)

· Knochenbrüche

· Muskelschmerzen/ -schwäche

· erhöhte Krebsanfälligkeit

· gesteigertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

· erhöhte Anfälligkeit für Diabetes 2

Es gibt einige Personengruppen, die offensichtlich eher in einen Mangelzustand geraten, als andere. Zum einen diejenigen, die keine Chance auf genügend Sonne haben (wenn man also seeeehr viel Drinnen arbeitet und man nördlich von Rom wohnt). Im Winter bekommen die meisten von uns zu wenig Sonne ab. Wie bereits schon erwähnt, haben auch Kinder und Jugendliche einen erhöhten Bedarf an Vitamin D, bzw. sollte in solchen Wachstumsphasen besonders auf eine ausreichende Versorgung von Vitamin D geachtet werden. Natürlich auch im höheren Alter um der Osteoporose usw. entgegenzuwirken. Auch Vegetarier und Personen, die nicht genügend gesunde Fette in ihrer Ernährung haben, zählen zu den Risikokandidaten. Jetzt fragt sich vielleicht der ein oder andere warum. Na, wer hat aufgepasst?

Zur Bildung von Vitamin D brauchen wir neben Sonne auch Cholesterin. Mal gaaaanz verallgemeinert Fette. Aber bitte gesunde, mehrfach ungesättigte Fette! Die sind nicht nur zur Produktion wichtig, sondern auch für die Aufnahme. Vitamin D gehört wie auch die Vitamine A, E und K zu den fettlöslichen Vitaminen. Das bedeutet zum einen, dass der Darm zum Resorbieren immer etwas Fett braucht und zum anderen, dass Vitamin D gespeichert werden kann. Speicherfähig wird Vitamin D übrigens in der Leber gemacht, gespeichert im Muskel- und Fettgewebe und wenn es gebraucht wird, bekommt die Niere ihren Auftritt. Weswegen Menschen mit Nierenerkrankungen auf ihren Vitamin-D-Spiegel achten sollten.

Wie viel ist zu viel?

Bei all den Empfehlungen, die man überall in den Zeitschriften oder auf den Nahrungsergänzungsmitteln liest, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass der Körper zwischen 10.000 und 25.000 I.E.pro Tag produziert. Da fragt man sich ob ein Ergänzungsmittel mit 5.000 I.E. mit der Empfehlung ein Tablettchen pro Woche zu nehmen überhaupt sinnvoll ist oder halt eben nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Die Wissenschaft hat ihre Ansichten mittlerweile angepasst. Früher lag die Grenze bei 800 I.E. (ein Hauch von nichts). Heute liegt die Höchstgrenze für Erwachsene, die man ein lebenlang täglich ohne Schäden einnehmen kann, liegt bei 4.000 I.E.! Säuglinge dürfen 1.000 I.E. und Kinder zwischen 1-10 Jahren 2.000 I.E. bekommen. Als Mama von einer mittlerweile 15 Monate alten Tochter, kann ich berichten, dass den Eltern ärztlich empfohlen wird, ihrem Kind über die ersten 12 Monate hinweg täglich Vitamin D zu geben um Mangelerscheinungen entgegen zu wirken. Der Körper von unseren kleinsten Mitmenschen kann noch nicht so gut wie unsere ausgewachsenen Körper Vitamin D produzieren. Wir haben Kira täglich ihre Vitamin-D-Dröhnung gegeben, bis dieses Jahr endlich die Sonne wieder vermehrt rauskam. Sie erfreut sich bester Gesundheit und wir uns an ihrem sonnigen Gemüt.

Supplements aus der Natur

Wurde bei einem ein Mangel festgestellt oder man möchte einfach in den düsteren Wintermonaten seinen Vitamin-D-Haushalt etwas auffüllen bzw. unterstützen hat man verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste und billigste ist – überraschender Weise – bei schönem, sonnigen Wetter rauszugehen und sein Gesicht in die Sonne zu halten. Dabei ist es wichtig sich vorher NICHT einzucremen und zu wissen, nach wieviel Minuten sich die Haut leicht rötet. Wenn man die Zeit weiß, halbiert man sie und schon kennt man alle Eckpfeiler um seine Dosis Vitamin D abzubekommen.

Danach kann sich dann beruhigt für den Rest des Tages dick mit Sonnenmilch eingecremt werden. Nun haben wir ja in unseren Breitengraden leider nicht jeden Tag die Chance diese Sonnenanbetung auszuüben. Herbst und Winter müssen halt auch mal sein. Wer möchte kann ab und zu ins Sonnenstudio gehen, obwohl der dortige Besuch nur im geringen Maße zur Vitamin-D-Produktion beiträgt. Der andere Weg geht über die Ernährung bzw. eben Nahrungsergänzungsmitteln. Wie man dort dosieren kann, haben wir schon gelernt.

Zum Schluss …

… noch eine Kleinigkeit: Damit Vitamin D auch so wirklich und ultimativ vom Körper genutzt werden kann, braucht es noch Vitamin K und Calcium. Wenn du auch über die anderen wichtigen Vitamine bestens Bescheid wissen möchtest, dann schau mal bei Downloads vorbei und lad dir das geballte Vitamin-Wissen kostenlos runter. Jetzt wünsch ich Euch aber viel Spaß beim Verdauen der ganzen Informationen und ein fröhliches Sonnenanbeten.

Bis bald,

Eure Julia

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